IN München
Lisa meets Mulo
Brisa do Mar
Ein Ohrenschmaus der ganz besonders feinen Sorte kommt einmal mehr aus dem gut sortierten Hause GLM.
Anschmiegsam und gefühlvoll, erotisch aber nicht verrucht, rund um
sympathisch und auch sonst erstklassig, tollen Sängerin Lisa Wahlandt
und Saxophonist Mulo Francel über den Strand und zaubern mitten in den
tristen Winteralltag einen Hauch von Sommer und Sonne.
Swingender Samba und sensible Bossa Novas für ein besseres Leben. Danke dafür.
Jazzzeitung Regensburg CD Tipp von Ursula Gaisa Wärmende Brise vom Meer Das musikalische Liebespaar Wahlandt-Francel mit neuer CD Es
gehört schon Mut dazu, mitten im kalten deutschen Winter eine CD mit
dem Titel "Brisa do mar" und Neuinterpretationen brasilianischer Bossa
Novas und Sambas unter´s Volk zu bringen. Doch wenn die Protagonisten
Lisa Wahlandt und Mulo Francel heißen, kann man sich freuen. Die
Sängerin und ihr kongenialer Partner an Saxophon, Klarinette, Vibraphon,
Gitarre und Mandoline treffen mitten ins eingefrorne Herz und wecken
mit einer sanften Meeresbrise Frühlingsgefühle. Musikalisch
ineinander verliebt sind die beiden bereits seit Anfang der 90er Jahre.
Es folgte eine erste Zusammenarbeit mit der Band "Mind Games", nach
deren Auflösung sich die Sängerin und der Saxophonist, der seit Jahren
immens erfolgreich mit Quadro Nuevo auf Tour in ganz Europa ist, eher
sporadisch musikalisch immer wieder zusammen tun - freundschaftlich
verbunden sind sie seitdem immer. Bei verschiedenen Treffen und
Abendessen entdeckte man ein gemeinsame Passion: den Bossa Nova und
Samba Brasiliens der 60er Jahre. Mulo Francel holte sich bereits im
Alter von 13 Jahren die ersten Platten von Stan Getz aus Papas Schrank
und Lisa war ebenfalls seit langem fasziniert vom Klang des
Portugiesischen und diesen Rhythmen, die eine Leichtigkeit versprühen
können, die dem kraftvollen amerikanischen Jazz und dem Ernst der
euopäischen Musik oftmals fehlen. So entstand 2002 die erste
Samba-Bossa-Platte unter dem Titel "Bossa Nova Affair", an die "Brisa do
Mar" nahtlos anschließt, wobei mit der Auswahl der Titel wieder eine
gute Mischung aus Original-Kompositionen, eigenen Titeln und
"umtonierten" Lieblingsnummern gelang. Los geht's mit Lisa Wahlandts und Sven Fallers sehnsuchtsvollem Titelsong "Brisa do Mar",
melancholische Cello- und Geigenklänge (Fanny Kammerlander, Peter
Clemente) begleiten den Zuhörer in die warme Welt des Bossa. "Biondina mi manchi" von Mulo Francel, D.D. Lowka (ebenfalls Quadro Nuevo) und Julie Francel bringt dann ein bisschen Schwung in die Sache. Schön ist die Geschichte um den altmodischen Titel "Wenn ich an die denke",
der mit englischem Text die CD abschließt: die Grundidee der Melodie
lieferte ein gemeinsamer Freund aus Rom, Vincenzo Barbarlaga, der hier
übrigens Akkordeon spielt. An einem lustigen Abend in der italienischen
Hauptstadt wurde gelacht, Wein getrunken und alte italienische Lieder
gesungen, und Barbarlaga spielte immer wieder diese Melodie, eine
Reminiszenz an die 50er Jahre. Der Text dazu, so Lisa Wahlandt "kam so über mich", und der kann sich hören lassen: "Wenn
ich an dich denke wird mein Herz ganz leicht. Meine Knie werden
schwammig und ganz weich. Deine Haut - süß wie Marzipan... Oh was hast
du getan? Ahhhhh, Gänsehaut, wunderschön einfach instrumentiert mit
Akkordeon, Mandoline, Klavier (Martin Kälberer) und Vibraphon. Und diese
federleichte Stimme Lisa Wahlandts. Der Rest sind Selbstläufer
wie Burt Bacharachs "Close to you", "Samba d´Orfeo" von Louis Bonfa
oder Bob Haymes "They say it´s spring". Mademoiselle (Henry Salvador)
hörte die Sängerin bei Freunden in Frankreich. Und der Text von "Wenn
ich an dich denke" ist auf Englisch auch gelungen: "When I think of you
my heart grows soft and light,... Your skin sweet as marcipan. Oh, babe,
what have you done.... Mmh, einfach lecker.
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Meeresbrise Es war einer dieser Nachmittage, die
ruhig ein wenig länger dauern könnten. Lisa Wahlandt und Mulo Francel
stellten ihr druckfrisches Album "Brisa do Mar" vor und es konnte sich
wohl keiner der Gäste in der übervölkerten Lokalität am Lech dem Gefühl
von Sonne und Strand, von Leichtlebigkeit und Freude am Dasein
entziehen, das die beiden gemeinsam mit "Band" D.D. Lowka am Kontrabass
verbreiteten. Das Trio zeigte in der kurzen Stunde seine ganze
leidenschaftliche Musikalität, ein wahnsinniges Gespür für Rhythmus
sowie die professionelle Anpassung an die Räumlichkeiten und perfektes
Aufeinander-eingespielt-Sein. Lisa Wahlandt ist die kühle
Rotblonde, unter deren Haut die Leidenschaft lodert und die sie mit
ihrer unglaublichen Jazzstimme gebiert. Deutsch, französisch, englisch,
portugiesisch - in jeder dieser Sprachen trifft Lisa Wahlandt das
pulsierende Leben. Ein Samstag an der Copacabana
Sie singt "Sábado em Copacabana" und die Licca Lounge verwandelt sich
in eine Bar am Strand von Rio de Janeiro. Sie wärmt einen alten
Marlene-Schlager auf und interpretiert ihn besser, als die Dietrich es
jemals tat. "Ich fühle mich in jeder Sprache wohl", sagt die
Jazzsängerin über sich selbst, "wichtig ist nur, das die Texte
musikalisch und geschmeidig werden". Mulo Francel sagt über
Lisa Wahlandt: "Schon bei der ersten Begegnung mit ihr, während des
Studiums "vor einigen Jahren", habe ich mir gewünscht, dass sie, wenn
ich eine Band gründe, als Sängerin dabei ist." Musikalische
Übereinstimmung ist die einfache Erklärung dafür. Wie sich
Wahlandts Stimme zwischen die Harmonien von Francels Saxophon schiebt,
wie sie mit dem Instrument kokettiert, es mit den Rhythmen von Samba und
Bossa Nova umgarnt, das ist Sinnlichkeit pur. Landsberger Tagblatt Romi Löbhard
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..... zusammen mit
einem illustren, vielköpfigen Konsortium von Musikern, das einen guten
Teil der oberbayerischen, jazzorientierten Musikszene repräsentiert,
legen sie nun ein neues Album vor, das in erste Linie eines ist:
Strandurlaub für die Ohren. Die Sängerin und der Saxophonist
widmen sich darin hingebungs- wie ideenvoll ihrer immergrünen Liebe zur
Musik der Großmeister der Leichtigkeit. Und die wohnen in Brasilien.
Bossa Nova und Samba sind die wichtigsten stilistischen Ingredienzien.
Dazu kommen sanfte Brisen vom Mittelmeer. Der großen Blaupause für die
stilistisch so gelagerte Besetzung Saxofonist und Sängerin huldigten die
beiden bereits vor gut zehn Jahren mit dem Album "Mind Games plays the
Music of Stan Getz & Astrud Gilberto". Brisa do Mar" führt die Linie
fort - und lässt sie noch ein Stück weiter aufblühen. Dass
Leichtigkeit mithin die schwierigste Kunst ist, zumindest wenn die
gefährlichen Klippen von Kitsch und Belanglosigkeit wirklich umschifft
werden sollen, das wissen die Könner. Francel und Wahlandt gelingt dies,
gelingt diese Kunst in genau der Art, wie sie den originären Schöpfern
der Bossa Nova gelang, einem Louis Bonfa, einem Dorival Caymmi. Die
schönen Melodien brauchen einen kleinen Schuss Melancholie, die
Stofflichkeit akustischer Instrumente, ausgefeilte aber nicht
überproduzierte Arrangements, ein wenig Augenzwinkern. Und der Flirt
wird unwiderstehlich. Lisa Wahlandt singt auf "Brisa do Mar" auf
portugiesisch, englisch, französisch und deutsch. Neben zentralen Gemmen
des Repertoires wie "Samba d´Orfeo" finden sich einige höchst gelungene
Eigenkompositionen der beiden. "Wenn ich an dich denke" knüpft
dabei an die Traditionslinie des deutschen Schlagers an, die chansonnah
ist und in der Setzung der Worte treffsicher. Mit "Mademoiselle" wird
ein später Hit des großen französischen Chansonniers Henri Salvador mit
neuer Strandkleidung versehen... Dass sich Lisa Wahlandt und
Mulo Francel seit langem kennen wirkt sich musikalisch in
traumwandlerisch sicherem Zusammenklang aus, der sich dennoch anhört wie
ein junger Flirt in Tönen. Der musikalische Cocktail ist ausgewogen,
vitaminreich, macht beschwipst doch nicht besoffen. Der Sommer kann
kommen. Rosenheim, Thomas Kraus
Brisa do Mar (Wahlandt/Faller) Biondina mi manchi (Francel/Lowka/Francel) Sábado em Copacabana (Caymmi/Guinle) Wenn ich an Dich denke (Barbalarga/Francel/Wahlandt) Mademoiselle (Salvador/Dutronc/Garoux) Doralice (Caymmi/Almeida) Stay a while (Wahlandt) Close to you (Bacharach/Hall) Wonderland (Wahlandt) They say it´s spring (Haymes/Clarke) Amar voce (Lima/Massadas/Plopschi) Samba d´Orfeo (Bonfa) When I think of you (Barbalarga/Francel/Wahlandt)
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